Bangkok Teil 3

Wow mittlerweile ist es 9 Wochen her, dass ich mit Andrea aus Bangkok zurück geflogen bin und ich habe noch immer nicht meinen letzten Blogeintrag verfasst. Und natürlich, wie soll es auch anders sein, wird es immer schwerer sich nochmal zum Schreiben aufzurappeln. Zudem werden natürlich auch die Erinnerungen an die letzten 3 Tage immer dünner. ABER es wird definitiv jetzt Zeit 🙂 Als wir gegen 14 Uhr in Bangkok landeten, hatten wir noch den Plan mit dem Flughafen Shuttlebus in die Stadt zu fahren und von dort aus die 5 Min weiter zum Massagestudio zu gehen. Und ganz eventuell wollten wir, wenn genug Zeit ist, an dem Nachmittag auch noch zum Marble Temple. Es war nicht genug Zeit !!! Ursprünglich dachte ich, dass wir bereits um 12 Uhr statt um 14 Uhr landen, schon durch diesen Fehler wurde der Nachmittag schlagartig deutlich kürzer als geplant. Zum 2. Habe ich letztes Mal auch den Flughafenshuttle genommen und er war 45 min später an der Kao San Road, dieses mal fuhr er kreuz und quer (bei in Bankok 24 Stunden am Tag anhaltenden Berufsverkehr) durch Bangkok, so dass wir erst 2 (!!!) Stunden später in der Nähe des Massagestudios waren. Zu allem Überfluss fing es dann auch noch wie aus Eimern an zu Regnen, so dass wir eine weitere Stunde im Starbucks verbrachten – einfach nur weil er an der Haltestelle war und es so sehr regnete. Wir gönnten uns einen großen Green Tea Latte und hofften auf einen baldigen Wetterumschwung – Vergebens ! Nach über 1 Stunde regnete es immernoch Bindfäden, so dass wir die 5 Minuten Fussweg zum Massagestudio trotzdem auf uns nahmen und uns von Vordach zu Sonnenschutz zu Markise hangelten. Es war absolut faszinierend, überall stand Wasser, man sah nicht mehr, ob man sich auf der Straße oder auf dem Bürgersteig befand. Auf dem Bürgersteig standen wir gute 10 cm im Wasser, auf der Straße locker bis zum Schienbein. Leider waren die Regen-Lichtverhältnisse deutlich zu anspruchsvoll für meine Handycamera, aber für einen ungefähren Eindruck der Situation reichen die Bilder.

Letztendlich gelangten wir zwar mit kletschnassen Füßen und Schuhen, aber sonst verhältnismäßig trocken zum Massagestudio und gute 1,5 Stunden später regnete es dann auch nicht mehr. Wir gönnten uns am Streetfoodstand noch eine Portion Pad Thai und eine paar Frühlingsrollen und waren dann doch sehr sehr glücklich, als wir im Grab zurück zum Hostel saßen, und wussten, das wir schon ziemlich, ziemlich bald wieder ein Zimmer, 2 Betten und warme Duschen haben würden. Für den nächsten Tag haben wir uns eine Tempelhopping Tour überlegt: Wat Arun, Wat Pho (Temple of the emerald Buddha), Wat Saket (Golden Mount) und Wat Benchamabophit Dusitvanaram (Marble Temple). Da mir meine einzige lange Hose vor kurzem in Mandalay zerrissen ist, hatte ich etwas Probleme, ein tempeltaugliches Outfit zu finden. Aus der Not heraus baute ich mir ein relativ langes schwarzes Kleid aus Spaghettitop und großem Tuch und zog noch eine dünne Jacke drüber, sobald es in dem jeweiligen Tempel ging. Für improvisiert, war ich sehr zufrieden mit meinem Werk.

Wir starteten früh morgens mit dem Taxiboot in Richtung Norden mit unserem ersten Ziel dem Wat Arun. Leider war dieser alle 3 Male, die ich in Bangkok war mit einem großen Gerüst versehen. Trotzdem bekamen wir eine Idee davon, wie toll er wohl komplett und ohne Gerüst aussehen mag.

Hier konnten wir noch in aller Seelenruhe umher laufen und den Tempel aus verschiedenen Blickwinkeln genießen, wie bisher jedes Mal hat sich auch heute das frühe Aufstehen bewährt. Und ein kleines Highlight: es gab den Tempel vor blauem Himmel – ein Träumchen. Wieder über den Wasserweg ging es eine Station weiter zum Wat Pho. Der Tempel liegt direkt neben dem Großen Palast und beherbergt den größten liegenden Buddha der Welt, und wie sollte es auch anders sein ? Natürlich ist er gold. Leider war es schon hier nicht mehr leer und die Hitze war auch nicht ohne. UND es ist ja total toll, dass es so einen faszinierenden, riesigen Buddha in einem Tempel gibt, aber der Tempel ist mit seinen Säulen dagegen relativ eng um den Buddha gebaut so dass man kaum auch nur ein Viertel des ganzen Apparates auf Einmal sehen kann. Beeindruckend war es trotzdem 🙂

Richtig voll wurde es jedoch erst draußen auf dem Gelände um den Tempel. Irgendeine Veranstaltung schien hier zu laufen, zumindest war alles voll mit Schülern und ein Tempel war für Besucher komplett gesperrt, an den Schuhen vor dem Eingang ließ sich erahnen, was drinnen los sein musste (die gleiche Menge an schuhen stand noch an weiteren 4 Wänden des Tempels und noch an den Mauerseiten um den Tempel herum)

Aber natürlich ließen wir uns nicht beirren und warteten auch hier höchst geduldig auf unsere Momente, in denen wir menschenleere Fotos schießen konnten. Es hat sich gelohnt 🙂

Mittlerweile war es jetzt nach den beiden ersten Tempeln schon 12 Uhr und Andrea war immernoch angeschlagen und alles andere als das blühende Leben. Wir machten eine Pause in einem kleinen süßen Café direkt gegenüber des Wat Pho. Allerdings waren die Getränke hier nicht mal halb so gut wie die Fassade, ABER (!!!) es gab ein paar Sitzgelegenheiten UND eine Klimaanlage UND etwas Ruhe, für uns in dem Moment der absolute Segen.

Wir entschieden uns heute gegen 2 weitere Tempel und machten uns statt dessen mit dem Boot auf nach Chinatown um von daaus durch die kleinen Marktgassen zurück zum Hostel zu laufen. Wobei ich an dieser Stelle erwähnen muss, dass die kleinen Marktgassen zwar tatsächlich Ministräßchen sind, diese sich aber durch ganz Chinatown schlängeln und somit bestimmt locker eine Gesamtlänge von über 2km haben und auch wenn es hier schon zu Fuss ein einziges Gedrängel ist, hält es die Thais (oder Chinesen ?) nicht davon ab auch hier noch mit einem Garküchenwagen oder einem Roller durchzudüsen.

Am Ende waren wir einige Nerven ärmer, aber auch einige Stoffe, Gewürze und vorallem Erfahrungen reicher, wieder in einem kleinen Café gelandet, welches laut und deutlich rief, dass wir dringend einen Tee oder so brauchen – Recht hatte es 🙂

Zur Abwechslung stolperten wir auf dem Heimweg noch in einen chinesischen Tempel und waren dann aber auch beide happy, als wir endlich, endlich unser Hostel erreichten.

Am nächsten morgens stand der Marble Temple und anschließend der Chatuchak Market auf dem Programm.

Der Tempel war für mich jetzt kein absolutes Highlight, zumal es auch wieder extrem voll war und ich gefühlt vor jedem Foto 30 min warten musste, bis ich ein Foto ohne Leute hatte. Aber trotzdem schön.

Zu Fuss und per Bahn ging es anschließend zum Chatuchak Market. Sehr cooler Markt, die perfekte Mischung aus Hipster-, Künstler-, Handwerks-, Klamotten- und Souvenirmarkt mit kleinen Cafés und Streetfoodständen mittendrin.

Wir stöberten durch die Läden bis wir 6 (!!!) Stunden später nahezu rausgekehrt wurden.

Abends packten wir blos noch unsere Sachen, denn diese Nacht sollte die vorerst Letzte in einem Hostel sein.

Die letzte Nacht, unserer gemeinsamen Reise und die Allerletzte meiner Halbjahrestour, hatten Andrea und ich schon vor einiger Zeit im SO Sofitel Bangkok gebucht und nun war es soweit, noch 1 Nacht im Hostel und dann am nächsten Tag in das Hotel mit dem wohl bequemsten Bett der ganzen Reise.

Wir frühstückten morgens noch in Ruhe und fuhren dann mit Sack und Pack per Grab zum Hotel. Es war ganz cool, alles in Schwarz und G las gehalten und die Mitarbeiter hatten alle unterschiedliche Kostüme an, alle in ähnlichen Stoffen, aber individuell geschnitten, teilweise sahen die Kostüme aus wie aus dem Capitol von Tribute von Panem geklaut. Besonders spektakulär war Paul, unser Bereichsleiter, er hatte die Haare hochtoupiert wie Lämmerman und die Nägel und das Gesicht waren, neben Lack und Schminke, mit Strasssteinen geziert. Er war die thailändische Version des Harald Glööckler. Sehr spektakulär !!!

Als Welcomedrink bekamen wir einen Zitronengrascocktail mit einem extra Reagenzglas mit blauer Flüssigkeit, beim Vermischen färbte sich der eigene Cocktail lila rot.

Zu dem Zimmer brauche ich wohl nicht viel zu sagen, supermodern, 2 hammer queensize Betten, in denen man lag wie in Wolken – richtig IN, man lag nicht nur auf Wolken, die Wolken ummantelten einen von Kopf bis Fuss.

Das Bad war auch cool, allein die Dusche war größer als mein jetziges ganzes Bad und dann kam noch eine riesige runde Whirlpoolwanne dazu und der normale Badezimmerraum. Und ein weiteres kleines Highlight: das hoteleigene Shampoo- und Körperpflegesortiment. Es roch sooooo gut !!!

Aber so angenehm auch alles war, natürlich wäre der Tag verschenkt gewesen, wenn wir nur auf dem Zimmer geblieben wären. Auf unserer To do Liste standen noch 4 Dinge für die letzten 2 Tage:

1. Golden Mount Temple

2. Rooftop Sundowner

3. 2 Stunden Massage

4. Infinitypool

Eigentlich wollten wir auch nochmal in ein glutenfreies Café und eine fairtrade Kaffeebar, aber Bangkok ist einfach viel zu groß, um mal eben am anderen Ende des Stadtkerns etwas trinken zu gehen. Aber der Rest des Plans funktionierte hervorragend.

Per Grab fuhren wir zum Golden Mount, der Tempel selbst ist jetzt nicht das absolute Muss, aber die Anlage drumherum war wirklich schön, in weiß ging eine Treppe spiralförmig um den Berg nach oben und auch wieder herunter. Der Weg war anfangs noch mit kleinen « Gärten » umgeben, weiter oben dann mit vielen alten Glocken geziert, welche von den Besuchern geleutet wurden.

Per Taxiboot fuhren wir weiter über kleinere Kanäle zum SIAM Center, wo wir zum einen noch etwas durch die Geschäfte bummeln wollten und von wo aus wir per Bahn zurück zum Hotel konnten.

Die Bootsfahrt war cool, dadurch dass wir diesmal durch die kleinen Kanäle fuhren, konnte man diesmal auch wirklich mal etwas von Bangkok sehen, nicht nur die Touriseiten. Der Kanal zog sich praktisch direkt an den Hinterausgängen der Wohnungen vorbei. Manche hatten eine kleine Nussschale im oder überm Wasser hängen und nahezu überall hingen Blumen und Wäsche.

Im Siam Square waren nur relativ kurz, ich hatte eh kein Geld mehr zum Shoppen und ich befürchte meine « ich laufe nur mit, aber mag nicht gucken, weil ichs mir eh nicht leisten kann – Stimmung » hat Andrea auch etwas runtergezogen. Tut mir leid Liebes. Letztendlich waren wir nur noch in Ruhe bei Jamie Olivers Italian essen und sind dann zurück zum Hotel gefahren.

Perfektes Timing, denn wir waren pünktlich zum Sundowner auf der Rooftopbar 🙂 es war spektakulär 🙂

Um 9 Uhr hatten wir unseren Termin zur Massage. Ich war bereits mit Coco in diesem Massagestudio und es war grandios. Der letzte Abend sollte auch nochmal so enden. Es war ok, offensichtlich hat meine letzte Masseurin die Latte extrem hoch gelegt, die beiden Masseurinnen diesmal waren leider nur ok. Trotzdem ging ich anschließend tiefenentspannt ins Bett.

Durch den Lumphini Park spazierten wir morgens zu einem Frühstückscafé und anschließend taten wir nichts mehr. AUßER: Entspannen am Infinitypool

Es war nicht unbedingt der optimalste Tag, da die Sonne sich nicht mal 5 Minuten zeigte, aber immerhin war es durchgehend trocken.

Trotzdem gingen wir leicht bedröppelt schon eine Stunde früher duschen, als wir theoretisch mussten. Unser Abschlusssonnenbad hatten wir uns anders vorgestellt. Lustigerweise stellten wir unter der Dusche fest, dass ich immerhin einen neuen Bikiniabdruck hatte und Andrea war sogar etwas verbrannt. Jaja die lieben bewölkten Tage :))

Per Zug ging es zum Flughagen, alles klappte einwandfrei und Wir hatten auch noch Glück mit den Fliegern. Bis nach Abu Dhabi hatten wir zu 2 immerhin 3 Plätze und von Abu Dhabi nach Düsseldorf konnten wir beide in 1 Reihe liegen.

Nahezu ausgeschlafen kamen wir Zuhause an. Ich liebe es zu Reisen, es war toll. Viele Momente waren atemberaubend und ich konnte jeden Einzelnden gebießen, ABER ich liebe auch mein ZUHAUSE. Ich bin happy wieder bei meiner Familie zu sein. Ich habe mich sehr auf meine Freunde gefreut, auf mein Praxisteam, meine Patienten. Darauf wieder zu beachen und darauf meinen Alltag wieder zu leben.

Ich bin meinen Reisebegleitern unglaublich dankbar für ihre Zeit und ihre Besuche:

Vielen Dank Steffi für 3 grandiose Wochen im Campervan in Australien. Es war der perfekte Start und es war toll mal wieder so viel Zeit mit dir zu haben. Du bist die Beste

Vielen Dank Maike und Jo, dafür dass ihr mich bei euch in Melbourne aufgenommen habt. Es war super euch wiederzusehen und ich freue mich aufs nächste Treffen im schönen Kölle.

Vielen Dank Chris, dafür dass du nicht locker gelassen hast und bis zu mir nach Cambodia, Vietnam und Singapore geflogen bist. Ich habe jede Sekunde mit dir genossen und bin überglücklich mit dir

Vielen Dank Coco für 2 Freundschafts-und Urlaubsrevivalwochen. Es hat mich riesig gefreut mal wieder alles wie früher sein zu lassen und einen weiteren Urlaub zusammen verbracht zu haben.

Und zum Schluss, vielen Dank Andrea. Ich hab mich tierisch auf den Abschluss mit dir gefreut. Letztendlich hättest du wahrscheinlich noch mindestens 2 Wochen mehr Zeit und ich etwas mehr Taschengeld benötigt um den Abschluss mit all unseren Vorhaben perfekt zu machen, aber für mich trotzdem eine absolut geniale Zeit. Ich bin froh, dass unsere Ex’s uns zusammengeführt haben 🙂

Dieser ist der letzte Eintrag meines Blogs. Vielen Dank fürs Mitlesen und Vielen, vielen Dank Ma & Paps – ohne euch hätte ich diese Reise nicht machen können :*

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